
Qualität entschädigt nicht immer den Preis
Schon heute ist klar, dass die deutsche Hochpreis-Gastronomie das Jahr 2009 mit einem deftigen Minus beenden wird. Immer weniger Geschäftsleute suchen den Weg in die Spitzengastronomie und weichen auf preiswerte Alternativen aus. Nach den Angaben der Dehoga liegen derzeit noch keine genauen Angaben zu den Einbrüchen vor, doch immer mehr Betriebe der Branche sprechen von deutlichen Einbußen. Die gravierenden Einnahmerückgänge müssen insbesondere der Wirtschaftskrise zugeschrieben werden, die zahlreiche Unternehmen derzeit in die Knie zwingt. Besonders schwierig gestaltet sich derzeit die Situation für die Restaurants, die eigentlich von den so genannten Spesenessern und dem Catering ihre Existenz bestreiten. Einige Häuser berichteten in den vergangenen Tagen von einem Umsatzminus von bis zu 20 Prozent.
Die eigentliche Klientel der deutschen Spitzengastronomie übt sich immer deutlicher in Zurückhaltung und verzichtet in Folge dessen auf die hohen Preise der meisten Speisen dieser Restaurants. Die hohen Qualitätsansprüche scheinen hierbei keine Entschädigung mehr zu sein, denn die Kassen für die Geschäftsreisen sind seit dem Ausbruch der Wirtschaftskrise eng geschnürt und lassen so nur wenig Spielraum zu. Doch nicht nur die Geschäftsessen sorgen für einen Einbruch. Auch Weihnachtsfeiern und Firmenfeste werden längst nicht mehr so ausgiebig gefeiert wie einst und so muss auch infolge dessen mit einem heftigen Minus in der Spitzengastronomie der Bundesrepublik gerechnet werden.