
In MV werden Nachwuchskräfte händeringend gesucht
Die Gastronomiebetriebe in Mecklenburg-Vorpommern suchen derzeit händeringend nach Nachwuchs. Wie in ganz Deutschland stehen auch in diesem Bundesland zahlreiche Lehrstellen noch zur Verfügung. Einige Häuser versuchen bereits seit mehr als einem Jahr den geeigneten Auszubildenden zu finden. Obwohl die Gastronomen wissen, dass es seit jeher schwer ist, die passenden Lehrlinge zu finden, scheint sich in diesem Jahr die Lage besonders kritisch zu gestalten. Immerhin steht dem Mangel an Lehrlingen ein Mangel an Ausbildungsplätzen in anderen Branchen gegenüber. Aber warum entscheiden sich immer mehr junge Menschen gegen einen Ausbildungsplatz in der ostdeutschen Gastronomie und nehmen lieber die Abwanderung in Kauf?
Auch wenn es sich um eine Frage handelt, die seit Wochen diskutiert wird, ist die Antwort gänzlich einfach. Die Vergütungsmodelle in der ostdeutschen Gastronomie werden den Ansprüchen der angehenden Azubis nicht mehr gerecht. Zudem spielen die Arbeitszeiten den Betrieben ein böses Spiel. Längst ist nicht jede junge Frau oder jeder junge Mann zum Arbeiten am Wochenende bereit und auch die Arbeitszeiten an Feiertagen passen nicht in das moderne Ausbildungsbild. Gerade in Mecklenburg Vorpommern lässt sich diese Entwicklung sehr deutlich erkennen und so wird wohl wieder ein Ausbildungsjahr verstreifen, in dem zahlreiche Stellen ganz einfach unbesetzt bleiben und durch älteres Hilfspersonal ersetzt werden.
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