
Wirte fordern Abschaffung der "Strafsteuer"
Auf einer Demonstration setzten sich insgesamt 400 Teilnehmer für die Steuergerechtigkeit in der Gastronomie ein. Unter den Demonstranten in Düsseldorf fanden sich zahlreiche Wirte wieder, die durch die Steuersenkungen in der Branche auf einen Lichtblick hoffen. Die Dehoga in NRW war hierbei der stetige Ansprechpartner. Beteiligt war zudem der FDP Politiker Andreas Pinkwart, der die Wirte effektiv unterstützte. So verwies auch er darauf, dass die „Strafsteuer“, mit der die Gastronomie kämpfen muss, abgeschafft werden soll. Insgesamt gefährdet der aktuelle Steuersatz eine gesamte Branche, in der mehr als eine Millionen Menschen beschäftigt sind. Ein Konjunkturpaket in Form von dem ermäßigten Steuersatz wäre demnach mehr als angebracht.
Die Wirte forderten während der Demonstration vorrangig eine Gleichstellung mit den zahlreichen Betrieben des Lebensmitteleinzelhandels. Während Bäckereien und Lebensmittel im Handel nur mit einem Steuersatz von sieben Prozent versehen sind, müssen sich Wirte noch immer mit den 19 Prozent zufrieden geben. Immer deutlicher wird die Branche dadurch belastet. Doch eine wirkliche Entscheidung scheint derzeit noch nicht in Sicht zu sein. So verlegen die meisten Politiker ihre Aussagen zu dem Thema in den Zeitraum nach den Wahlen. Der Wahlkampf in Deutschland ist demnach wichtiger als die Sicherung von Arbeitsplätzen. Die Wirte werden sich wohl in Hinblick auf ihre Forderungen noch bis in den Herbst gedulden müssen.
Quellhinweis Bild: aboutpixel.de / Trinkgeld © georgmaster