Die Wirtschaftskrise zeigt sich in diesen Tagen auch in der Gastronomie. Während zum einen von sinkenden Umsätzen die Rede ist, mangelt es den Betrieben zum anderen an jungen Menschen, die eine Ausbildung in dem Gewerbe absolvieren möchten. Nun scheint jedoch eine Meldung für einen leichten Hoffnungsschimmer in der Branche zu sorgen. Die IHK Karlsruhe fordert in diesen Tagen eine deutliche Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie und möchte vor allem eine grundlegende Überarbeitung der Steuersätze der Bundesrepublik Deutschland. Es könnte ein Vorstoß im Bereich jahrelanger Diskussionen sein, doch ob die definierten Ziele erreicht werden können, ist fraglich.
Bernd Bechtold, der Präsident der IHK Karlsruhe, stellte bei den aktuellen Diskussionen abermals die gravierenden Unterschiede in den Fokus, die bei einem Europavergleich erkannt werden können. Die Vertreter der Wirtschaft orientieren sich hierbei im Wesentlichen an den französischen Nachbarn. Immerhin wurde in Frankreich der Steuersatz für die Gastronomie auf 5,5 Prozent gesenkt. Nur wenige Kilometer entfernt, quasi mit einem Sprung über den Rhein zu bewältigen, zahlt man als Gast jedoch satte 19 Prozent. Für die deutsche Gastronomie Branche würde eine Mehrwertsteuersenkung sicherlich eine gewisse Erleichterung mit sich bringen, die auch zu einer Entspannung der Unternehmenslagen führen könnte. Allerdings bliebe weiterhin die Problematik bei den Ausbildungsplätzen in Deutschland bestehen. Immerhin sprechen Experten schon jetzt von einem Fachkräftemangel in wenigen Jahren, der der Gastronomie zu schaffen machen dürfte.
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